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Karfreitag: Passionsmusik
Markus-Passion von Marco Giuseppe Peranda (1625-1675) für Soli und Chor
Vertonungen des Passionsberichtes nach Markus sind eher selten. Noch bedeutsamer wird dies, wenn vorliegende Komposition sogar aus der
Region stammt. Zunächst dem bekannten Meister Heinrich Schütz zugeordnet, bewies die jüngere musikalische Forschung, dass vorliegende
Choralpassion von dessen Nachfolger Marco Gioseppe Peranda (1625-1675) für den Karfreitag des Jahres 1668 am Dresdener Hof komponiert wurde.
Wenn im Stil auch deutlich moderner als es der tradierte Schütz-Stil noch war, ist eine Hommage daran doch unübersichtlich. Der biblische Text findet in einer hochsensiblen musikalischen Ausgestaltung seine tiefe Wahrheit.
Harmonik und Stil weisen schon ins 18. bis 19. Jahrhundert voraus. Faszinierend ist hierbei die Tatsache, dass Peranda zeitlebens dem katholischen Bekenntnis treu blieb, obwohl er an einem evangelischen Hofe seine Anstellung fand. Vielleicht auch ein Zeichen dafür, wie omnipräsent Tod und Auferstehung Christi für das Christentum ist.
